Die PDA vermeidet Bausünden

Investitionen in Informationssysteme sind heute eine unausweichliche Notwendigkeit, wenn das Unternehmen oder die öffentliche Einrichtung den Kunden/Bürgern einen zeitgemäßen Service bieten möchte – und dennoch wird der Koordination der Investitionen nicht genügend Aufmerksamkeit geschenkt. Im Ergebnis wird die Sicht auf die relevanten Wert schöpfenden Aktivitäten schlicht zugebaut.

Damit kann man vielleicht noch leben, wenn es ausschließlich um längst etablierte Prozesse geht. Geht es aber um gänzlich neue Angebote, die beispielsweise auf digitalen Märkten in Kooperation mit Partnern vertrieben werden sollen, wird diese Bausünde zu einem echten Wettbewerbsnachteil. Dr. Volker Stiehl und Christoph Pacher belegen in ihrem neuesten Podcast, dass viele heute angepriesene IT-Lösungen eben nicht den erhofften Nutzen bringen werden. Wir sehen häufig nur das gekonnt inszenierte Schattenspiel und übersehen zu gern die viel zu hohen Koordinationskosten, die der Investition unausweichlich folgen werden.

Es bleibt einem nichts anderes übrig, als sich wieder selbst um die Gestaltung der Prozesse zu kümmern. Mit ausführbaren BPMN-Modellen, die nach dem prozessgesteuerten Ansatz (PDA – process-driven approach) entwickelt wurden, lassen sich die angesprochenen Bausünden vermeiden.

Dabei ist der Ansatz nicht projektorientiert, zielt also nicht auf eine isolierte Problemlösung ab, sondern ist von vornherein auf den Business Outcome fokussiert. Es steht also nicht die technische Umsetzung im Vordergrund der Problemlösung, sondern das umzusetzende (digitale) Geschäftsmodell. Und damit wird dem kreativen Experimentieren, dem Suchen nach (und Finden von) neuen Geschäftsideen, Tür und Tor geöffnet. Genau diese Fähigkeit, das permanente Entwickeln bzw. Weiterentwickeln von Problemlösungen (ohne die technische Basis jedes Mal neu zu konfigurieren), ist für die digitale Transformation einer Organisation unerlässlich.


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